Deutsch als Zweitsprache/ Vorbereitungsklasse

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Mehrsprachigkeit stellt einen Reichtum dar, den es zu fördern gilt. Für Kinder mit nicht-deutscher Herkunftssprache ist dabei der Erwerb der deutschen Sprache von besonderer Bedeutung, da nur so gewährleistet werden kann, dass die Lernenden in der Zukunft in vollem Umfang gleichberechtigt am schulischen und später am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Ab der ersten Klassenstufe bietet unsere Schule deshalb einen Deutsch-Förderkurs für diejenigen Kinder an, die Deutsch als Zweitsprache gelernt und Bedarf an ergänzender Sprachförderung haben. Konkret nehmen Kinder an dem Kurs teil, die sich mündlich nicht ausreichend ausdrücken können, deren Wortschatz deutliche Lücken aufweist, die Schwierigkeiten haben beim Erfassen von komplexen Literatur- und Sachtexten und deren Sprachkompetenz noch nicht ausreicht, um dem Unterricht zu folgen. Die Eltern geben ihre Einwilligung zur Teilnahme am DaZ-Förderkurs, da die Teilnahme freiwillig ist.

Um sich ein genaues Bild vom Sprachstand der Kinder machen zu können, führt eine Lehrerin im Vorfeld mit den Kindern eine Sprachstanderhebung durch, die die morphologischen, semantischen und syntaktischen Bereiche der deutschen Sprache sowie die Verstehensfähigkeit erfasst. Das Ziel des DaZ-Förderkurses ist, die individuelle Sprachkompetenz der Kinder zu erweitern, ihre Kommunikations- bzw. Ausdrucksfähigkeit zu stärken und sie zur aktiven mündlichen Mitarbeit im Unterricht zu befähigen. Leitgedanken bei der Planung und Durchführung des Unterrichts sind:

  • Sprechanlässe schaffen
  • Hörverstehen trainieren
  • Lernszenarien schaffen
  • Einüben von Satz- und Grammatikstrukturen
  • Kommunikationsfähigkeit schulen
  • Lebensnahes Lernen

Im Regelfall kommen die Schülerinnen und Schüler hierzu zwei Mal pro Woche für jeweils eine Schulstunde in einer festen Kleingruppe (max. 8 Kinder) zusammen. Dies kann je nach organisatorischen Rahmenbedingungen außerunterrichtlich oder während der Unterrichtszeit sein. Die Gruppen sind in der Regel in Klasse 1 und 2 jahrgangshomogen, in Klasse 3 und 4 jahrgangsübergreifend. Wenn bei einem Kind ein besonderer Förderbedarf festgestellt wird, z. B. bei Kindern, die erst kürzlich nach Deutschland gezogen sind und nur wenig bis keine Kenntnisse der deutschen Sprache besitzen, findet mehrmals wöchentlich eine intensive Einzelförderung statt.

Für die DaZ-Förderung steht den Lehrkräften ein eigener Raum zur Verfügung, der mit umfassendem Material ausgestattet ist.

Auch außerunterrichtlich bietet unsere Schule Kindern die Möglichkeit, an einem DaZ-Kurs teilzunehmen, um ihre Sprachkompetenz zusätzlich zu verbessern. Finanziert werden diese Kurse von der Caritas sowie vom Schulträger. Sie finden in den Räumlichkeiten unserer Schule jeweils einmal wöchentlich am Nachmittag für 1 ½ Stunden statt. Die Kinder werden hierfür jahrgangshomogen betreut und gefördert.

 Konzept der Vorbereitungsklasse (VK)

Kinder mit Migrationshintergrund werden mit dem Diagnoseverfahren „Sprachstandsüberprüfung und Förderdiagnostik für Ausländer und Aussiedlerkinder (SFD)“ in ihrem Sprachstand getestet. Darüber hinaus wird der individuelle Lernweg anhand eines Förderplans, Beobachtungsbogen etc. in Zusammenarbeit mit der Klassenlehrkraft reflektiert.

Die Ressourcen (18 Stunden/Woche) werden – nach Niveaus I, II, III getrennt – genutzt, sechs Stunden pro Woche werden in der Großgruppe unterrichtet.

In der VK wird zum einen am individuellen Förderplan des jeweiligen Kindes gearbeitet, zum anderen werden in der Lerngruppe als Ganzes projektorientiert Themen auf der Grundlage der Bildungsstandards jahrgangsübergreifend erarbeitet. Das Fach Deutsch ist hierbei Leitfach, Inhalte werden zudem dem Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur sowie der konkreten Lebenssituation der Kinder entnommen. Jedes Kind ist einer sogenannten „Stammklasse“ zugeordnet und nimmt dort am Regelunterricht (nach Absprache der beiden Lehrkräfte) teil, was gleichfalls für außerunterrichtliche Veranstaltungen der Klasse gilt.

Die Lehrkraft der VK steht in regelmäßigem Kontakt mit der Lehrkraft der Stammklasse. Ebenso werden regelmäßige Gespräche über die Entwicklung des Kindes mit den Eltern geführt.

Lesepaten und die pädagogische Assistentin unterstützen bei Bedarf die Lehrkraft der VK in der Einzelförderung. Zudem besuchen die Kinder nachmittags ein DAZ-Angebot einer externen Lehrkraft, die im Kontakt mit der VK-Lehrerin steht.

Die Schulsozialarbeiterin macht Angebote für Eltern zum Austausch („Interkulturelles Frühstück, Kurse…) oder nimmt an Helferrunden zur Lernwegeplanung teil. Ebenso ist die muttersprachliche Lehrkraft des türkischen Konsulats Teil der Konzeption. Mit ihr finden regelmäßige Austauschgespräche statt, sie ist für Übersetzungshilfen von Eltern/ Lehr-kräften tätig und hilft beim interkulturellen Dialog mit. Des Weiteren wird den Kindern ergänzend zum Unterricht eine Arbeitsgemeinschaft „Interkulturelles Theater“ angeboten, die montagnachmittags stattfindet.

 

DAZ Elternbrief Nachmittagskurse 15 16

 

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